Gert Müdde musiziert 50 Jahre
in der Formation "Jailhouse Jazzmen"

Dienstag, 14. Januar 2014

Wiedersehen am Abend des 22. Februar 2014

Gert Müdde möchte am Abend des 22. Februar 2014 möglichst viele Musiker der Besetzung "Jailhouse Jazzmen" des Jahres 1964 präsentieren und mit ihnen nebst vielen Gästen feiern - die Erinnerungen wieder hervorrufen.

An einem Freitag, irgendwann Anfang 1964, bekam ein 17 Jahre junger Saxofonist die Gelegenheit, mit seinen Idolen von den "Jailhouse Jazzmen" zusammen zu spielen. Die damals überaus populäre Band befand sich im Umbruch, einer der Gründer, Abbi Hübner, Kornettist, hatte wegen seines Examens die Gruppe verlassen. Der zweite, inzwischen nun erster Kornettist, Wolfram Gliffe, brachte den Klarinettisten seiner vorherigen Band ins Spiel. Der war inzwischen auf das Altsaxofon umgestiegen und könnte daher möglicherweise die Frontline ergänzen. Dieser trat nun zu den von ihm bewunderten Jazzern.

Er traf auf Claus Möller, den beeindruckenden Dodds-Klarinettisten, auf die sagenhafte Rhythmusgruppe mit "Marcel" Horst, den Banjospieler und unglaublichen Sänger, Peter Cohn, den Klavierspieler mit den fliegenden Händen, Volker "Botte" Jung am Bass mit dicken Leukoplastfingern, Dieter "Jeppe" Jaap an einer Basstrommel, groß wie das Hinterrad eines Traktors, und auf Rudgar Mumssen an der gewaltigen Posaune. Vorher wisperte noch Dieter Binda, der geliebte und gefürchtete Betreuer der Band, zu irgendjemanden: "Kann der überhaupt spielen?" Er konnte.

Den nächsten Tag, am Samstag, hat sich der Saxofonist einen Hamburger Kittel gekauft und ab da ging es jeden Freitag und Samstag in den Keller, die Jailhouse Taverne. Inzwischen sind 50 Jahre vergangen, Vieles hat sich geändert, der Keller ist jetzt der Cotton Club, aber die "Jailhouse Jazzmen" sind immer noch lebendig und werden noch lange zu hören sein.

Die "Jailhouse Jazzmen" 1964. Von links: Claus Möller (cl), Volker Jung (b), Marcel Horst (bj), Wolfram Gliffe (cor), Peter Cohn (p), Dieter Jaap (dm), Gert Müdde (sax), Rudgar Mumssen (tb)


Ein Stück Hamburger Jazzgeschichte: "Es gibt in Hamburg eine Jazzband, die in ihrer Geschichte mehr als alle anderen dafür gesorgt hat, dass Hamburg zu einem Mekka des Jazz wurde, dass so etwas wie eine Szene entstehen konnte: die Jailhouse Jazzmen – ein Stück Hamburger Jazz-Geschichte." (Zitat Karsten Flohr, Hamburger Abendblatt). Seit 1956 gibt es sie, die neben der Old Merrytale Jazzband älteste Jazzformation Hamburgs. Im Laufe der Zeit spielten nicht weniger als 40 Musiker mit, von denen die meisten auch heute noch aktiv das Jazzgeschehen mitbestimmen, einige als Bandleader neuer Gruppierungen.



 


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